no-thing
Gedanken
und
Notizen
zur
Alexander-Technik
"Wenn Du liebst, dann ist es nicht die Folge Deines Denkens oder des Verstandes, welche gedacht haben: „Jetzt will ich lieben“, oder eine im Körper tätige Chemie, die entscheidet, daß Du jetzt lieben sollst, und genügend Botenstoffe u.a. produziert, damit bei Dir Liebe aufkommt.“
„ Was
oder wer liebt da, und läßt alles im Körper
reagieren, beeinflußend das gesamte neuronale Netzwerk im
Körper, seine Chemie und dessen Reaktionen, alle physikalischen
Vorgänge im Körper? Die gesamte Biologie ist erwacht für
den Impuls der Liebe, so daß jede Zelle, der gesamte Mensch in
dieser Liebe ist.“
„Es
gibt den inneren Menschen der liebt und dies an den Körper (den
äußeren Menschen) weiterleitet. Beide - Innen und
Außen
- sind Eins, aber auf
verschiedenen Ebenen des Seins.“
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Die
spirituelle Schulung spricht vom Inneren, von Geist und Seele und dem
Äußeren, dem Körper, wobei Gesetze der Vererbung und
der Astrologie nicht unveränderbar ablaufende Bedingungen,
sondern Möglichkeiten sind, mit denen das Leben auf
unterschiedliche Weise und schöpferisch gestaltet werden kann.
Der
Unterricht ist so ausgerichtet, daß der Mensch den Weg betreten
kann, um für sich und seine Wirklichkeit wach zu werden.
„Es gibt Wissenschaftler,
die diesen inneren Menschen, sie nennen ihn den Beobachter, im
Körper
finden wollten. Sie haben sozusagen jede Zelle umgedreht, haben jedes
Organ, jeden Ort des Körpers erforscht und fanden den Beobachter
nicht. Sie stellen aber fest, daß der einzelne Mensch,
jenseits der Dinge, jenseits des Atomaren, im subatomaren Bereich, im
„Nichts“, jenseits der Dichte der Materie existiert, und die Welt
der Dinge beeinflußt.
Dieser
innere Mensch trifft bewußt oder unbewußt
Entscheidungen, und setzt Impulse, die dann im Körper zu Denken
oder zu einer Tätigkeit umgesetzt werden.
Die
Alexander-Technik arbeitet auf dieser Basis, daß der mentale
Bereich - die innere Tätigkeit - des Menschen, den Körper
ständig beeinflußt, formgebend seine Möglichkeiten
beengend oder erweiternd. Und umgekehrt, daß die körperliche
Situation mitbestimmend ist für die Wachheit zur Aufnahme des
„nicht-körperlichen" des Menschen.
Alexander
sagte, daß das, was die Menschen Denken nennen, sehr oft nur
der Zustand ihrer Muskeltätigkeit ist, der sich auf das Gehirn
überträgt und dort Impulse auslöst. Man denkt, daß
dies Denken sei.
In
diesem Hin und Her der gegenseitigen Beeinflußung des Menschen
durch sich selbst und seiner eigenen verschiedenen Seinsebenen, tritt
die Alexander- Technik mit ihrer Arbeitsweise an den Körper des
Menschen heran.
Diese
Arbeit ist ein Unterricht, um in Verbindung mit sich selbst zu
gelangen. Dieser Unterricht ist heilsam. Er heilt. Es geht um
Gesundheit, Körperdynamik, Wachheit, Hervorholen seiner
ursprünglichen Talente, Schönheit des Lebens im weitesten
Sinne, Bewußtsein in sich für sich.
Der
Körper kann feiner werden, um Gedanken, Entscheidungen und
Impulse aufzunehmen, die dann im Äußeren umgesetzt werden.
Der
Intellekt des Menschen kann sich nicht in einer tieferen
Erkenntnismöglichkeit bewegen, als es das Denkvermögen
zuläßt. Somit denkt der Intellektuelle natürlich,
daß das Leben, gleich seinem Denken, aus chemischen Reaktionen
und anderen lebendigen Reaktionen der Materie, nur auf der materiellen
Ebene besteht.
Aber,
dies beantwortet nicht die Frage, was die chemische Reaktion in Gang
bringt.
Oder:
wer oder was brachte den Schauspieler F.M. Alexander dazu, sich
selbst von Heiserkeit zu befreien und sich vor Spiegeln zu beobachten
und zu korrigieren und daraus einen Unterricht zu gestalten, den er
„Alexander-Technik“ nannte ?!
Oder:
Warum hat Alexander sich für Shakespeare entschieden ?!
Oder:
Warum lieben sich Romeo und Julia ?!
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Die
Angewohnheiten eines Menschen werden von diesem im
alltäglichen Gebrauch nicht als etwas Extra empfunden. Der
Mensch empfindet sie als sein Ich.
Ein
in nur angewohnter Weise stattfindendes Denken oder Empfinden, kann dem
Menschen ein
Ich erschaffen, welches mit dem eigentlichen Selbst kaum etwas bzw.
gar nichts zu tun hat.
Die Angewohnheiten können
den
bewußten Beobachter, der man ist, weitgehend oder völlig
außer Kraft setzen. Die Angewohnheiten sind es, die dann
beobachten, und diese sind nicht bewußt und kreativ. Sie
beinhalten auf alle Fragen die schon vorhandenen Antworten, und
umgekehrt lassen sie nur bestimmte Fragen zu. Genauso verhält
sich auch der Körper. Auch er bewegt sich in einem fest zur
Verfügung stehendem Bewegungsrahmen ... und daß dieser ein
Mißbrauch sein kann und lange praktiziert zu schweren
Krankheiten führen kann, dies, werden die Angewohnheiten einem
nicht mitteilen. Sich selbst „auf die Schliche kommen“ ist nicht
so einfach.
Der Beobachter ist nichts
steifes,
sondern das lebendige und bewegliche Selbst.
In dem Schauspiel „Peer Gynt“
fragt Peer Gynt den „Anderen“: „Wie werde ich, ich selber“?
Die Antwort ist: „Indem Du Dir an den Kragen gehst“?
Eine Angewohnheit kommt aus der
Vergangenheit, und zu lernen ist, sie erkennen zu können, damit
entschieden werden kann, ob sie noch gebraucht wird.
Jede Form der Abhängigkeit
zwängt die dazu gehörende Person in die entsprechenden
Muster, und der Organismus wird für den kreativen Prozess der
Erneuerung, der Gesundheit und des Wachsens immer untätiger.
Das Leben ist spirituell. Der
Körper ist der Bereich, der dem Menschen zeitlich begrenzt zur
Verfügung steht. Das Denken ist eines der Körperfunktionen.
Die Alexander-Technik ist ein
wesentlicher Unterricht auf dem Weg zum Selbst.
Es ist die Erlangung von
„Neuland“,
welches im Verborgenen vorhanden ist, aber nicht zur Verfügung
steht, da der Zugang hierfür durch Mancherlei verschüttet
wurde und wird.
Die Körperzelle, die in nur
gewohnter Art lebendig ist, wird immer mehr und mehr Arbeit an
der Erhaltung der Angewohnheit leisten, und immer weniger damit
beschäftigt sein können neues Leben für neue Aufgaben
zu schaffen (in Form von Aminosäuren, Vitaminen, Proteinen
u.a.). Eine solche, mit dem Erhalt der Angewohnheiten dauernd
beschäftigte Zelle, ist auch kaum fähig frische lebendige
Nahrung aufzunehmen. Die einzelne Zelle, der Zellenverband, das
Organ, der gesamte Organismus, besitzt immer weniger Rezeptoren , um
Lebenswichtiges aufzunehmen. (Nahrung in Form von Essen und
Gedanken). Deswegen wird gesagt, daß viele zivilisierte Menschen
im
Alter von ungefähr 40 Jahren fertig sind. Sie funktionieren wohl,
eingefügt ins System mit einer festen Meinung, mit Bildung,
Programmen und Angewohnheiten, und wenn er und sie (der Mensch) nicht
spirituell ausgerichtet sind, bleibt alles auch so.
Astrologisch gesehen steht nach
ca.
42 Jahren der aktuelle Tagesstand von Uranus im Horoskop des
Betreffenden in der Opposition zum Geburtsstand des Uranus und fragt
nach der erlangten eigenen Souveränität. Wenn der betreffende
Mensch nichts an wirklicher Souveränität im Leben erworben
hat, dann kann diese Konstellation mit ihrer speziellen Dynamik bei
vielen Vierzigjährigen für die sogenannte „Midlife -
Krise“ sorgen.
Der Zugewinn an Kraft durch Inhibieren.
Mit dem Inhibieren haben wir ein gutes Werkzeug in der Hand, die Identifikation mit Außen zu beenden oder einzuschränken, und dahin zu kommen der lebendige Beobachter unseres Lebens zu werden, und von dieser Position aus Entscheidungen zu treffen.
Inhibieren: Auf ein
äußeres
Ereignis nicht reagieren, aber auch keine Gegenhaltung einnehmen. In
sich gehen und hier und jetzt präsent sein. Das Äußere
bleibt draußen.
Wie bei der Arbeit mit der
Pianistin,
die vor dem Klavier sitzt und folgende Aufgabe bekam:
weder in die Tasten greifen, aber
auch
nicht daran denken, sie nicht zu greifen, sondern vor dem Klavier
sitzend, erstmal ganz einfach nur zu sein und zu sitzen, dann: sich
Richtung geben und gelassen (nicht entspannt) bleiben: Hals frei,
Kopf nach vorne und oben. Von den Füßen an - nach oben -
aufbauend - sich zulassen. Sich nicht von der Anwesenheit des
Klaviers bestimmen lassen.
Die Ergebnisse dieser
Entscheidungen
haben nicht den Charakter von Angewohnheiten, sie sind tatsächlich
neu. Wir können darauf achten und sie erkennen.
Dies
ist manchmal auch notwenig: die Alexander-Technik "vergessen", sie
draußen
lassen.
Und
Stille in sich zulassen.
Hieraus
kann man sich der Alexander-Technik wieder gut zuwenden.
Für viele Menschen ist das
Äußere das einzig reale, und darauf zu reagieren die
einzige tag-tägliche Lebensweise, so daß sie nicht dahin
gelangen, sich Innen als anwesend zu erleben. Von Innen her gelangst
Du mehr und mehr zu der Erkenntnis einer Einheit der individuellen
Menschen miteinander. Als Reagierender aufs Äußere wirst
Du in den Welten des Getrenntseins leben, und die Trennung des Ich
vom Du weiter vorantreiben. Egal wo der Einzelne sich aufhält,
ob Innen als lebendiger Beobachter, oder als nur aufs Äußere
Reagierender, der Mensch ist immer schöpferisch und wird das
Getrenntsein voranbringen (der Traum) oder die Einheit der Menschen
(die Wirklichkeit).
Das Wort in meiner Sprache
für
diese Einheit, letztlich für die Einheit von Mann und Frau ist
Gott.
Nicht wurde gesagt:
Liebe
Deinen Nächsten wie
Dich
selber, weil das eine tolle Sache ist und du dafür in den Himmel
kommst und belohnt wirst, sondern
weil das unsere ur-eigenste
Fähigkeit
ist,
und unsere Wirklichkeit.
Der Andere ist ein Teil und ein
Aspekt
des einen und selben Lebens, von dem auch ich Teil bin.
Warum mit der Alexander - Technik arbeiten?
Natürlich
geht es auch um
Gesundung und Gesunderhaltung, um Befreiung von Schmerzen, um einen
guten Gebrauch von sich.
Aber, ich spreche hier auch etwas
anderes an:
Es geht um etwas sehr einfaches,
sehr
selbstverständliches: Um die Verbindung mit sich
selbst......"Was ist, wenn Du, Du
bist"?
Mit der Arbeit können Angewohnheiten beendet werden, die
dies
verhindern.
Anders gesagt: Wir
sollten aufhören weniger zu
sein als wir
sind, und aufhören unter unseren Möglichkeiten zu leben und
zur Normalität unseres Seins gelangen, heraus aus der
Unnormalität der Beschränkungen, die oft als
gesellschaftliche Realität, an der man nichts ändern kann,
bezeichnet werden.
Wie gesagt,
der
Mensch ist immer schöpferisch, bewußt oder unbewußt.
Auch die Gedanken der Beschränkung und des Streß sind
schöpferisch und schaffen immerzu eine den Menschen und die
Gesellschaft beschränkende Welt, in der die Tage vom Streß
erfüllt sind.
Emotionen, kannst Du sie sehen?
Kannst Du Energien, Gedanken sehen?
Kannst Du die Liebe sehen?
Kannst Du Güte sehen?
Kannst Du die Primärkontrolle, ein Begriff aus der Alexander-Technik, sehen?
Kannst Du Heilkräfte sehen?
All dies sind lebensentscheidende und wesentliche Vorgänge, empfindbar, aber nicht materiell.
Zu sehen
sind nur ihre Folgen, nämlich durch die Vermittlung an den
Stoff, an den Körper, ans Gehirn, wo aufgrund der unsichtbaren
Impulse Reaktionen stattfinden und chemische, physische und
biologische Prozesse beginnen. Der lebendige Mensch beginnt mit
einer Handlung oder einer Entscheidung früher als seine
Körperreaktion und sein Gehirn und sein Denken dies anzeigen.
Die
Situation des Körpers bestimmt, was in den Körper
als Gedanke einfließen kann.
Der
wache Geist ist immer anwesend und hier. In uns, und nicht irgendwie
„da oben über uns schwebend“. Und unentwegt - - bewußt
oder unbewußt, erkannt oder abgelehnt - - ist der lebendige
innere Mensch, Geist und Seele, die Grundlage dafür, daß
der Körper lebensfähig ist.
Ohne
die körperliche Fähigkeit der Verbindung zum unsichtbaren
Inneren sinkt der Körper leblos und kraftlos der Schwerkraft
folgend in sich zusammen und ist gestorben.
Innen
gesprochene Worte oder Gedanken, beispielsweise der Satz:
„Ich lasse meinen Hals frei“, lassen das Gehirn in ganz
bestimmten Bereichen „feuern“. Nerven und Nervenbahnen werden
aktiviert und geben damit diese Information an bestimmte Muskeln
weiter, und diese leiten weiter an das Skelett -- in diesem Fall an
den Hals.
Wann aber der Impuls „Ich lasse meinen Hals frei“ tatsächlich den Hals erreicht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es hängt davon ab, wie fähig die vorhandenen Nervenbahnen im Körper sind, um den neuen, ungewohnten Impuls weiterzuleiten. Die Schaffung neuer Wege im Nervensystem braucht Zeit. Mal dauert es länger, mal geht es schneller.
Der Körper ist ein gut funktionierender Organismus, der eine Übertragung aus den sehr feinen Bereichen der Gedanken in die relativ grobstofflichen Bereiche des Körpers ermöglicht. Der gesamte Körper dient als „Empfangsstation“.
Vielleicht
ist
jetzt
Zeit
Tee
zu
trinken
Deswegen tun
sich manche Menschen bei der Erfüllung gesellschaftlicher
Normen so oft schwer.
Sie leben - - - bewußt oder unbewußt - - -
von
Innen her. Die Wissenschaft kennt diesen inneren Bereich, der
„hinter“ den Dingen ist, und benennt ihn mit dem Wort
Quantefeld. Wache und schöpferische Menschen haben eine Verbindung
zu
diesem Quantenfeld, manche haben „ein Gefühl dafür“.....
und sie lassen es sich nicht nehmen diesen Bereich in ihr Leben als
wesentlich mit einzubeziehen und selber zu entscheiden oder
Entscheidungen nur anzunehmen von anderen, denen sie vertrauen. Ihnen
ist das Empfinden oder Wissen um ihre Wirklichkeit kostbar, und sie
stehen dazu.
Danke.
Ohne
diese Menschen gäbe es keine Musik von Mozart, von Bach und
Beethoven, keine Beatles, keine schöpferischen Künstler,
und keine Entdeckung wie sie Alexander gemacht hat.
Was ist das
ganze mit dem Quantenfeld,
der Quantenphysik?
Es
ist der subatomare Bereich. Der Bereich wo es nicht noch mehr Dinge
gibt, sondern Energien, die sich zu Ideen, zu Gedanken formen lassen.
Auch hier ist der Mensch lebendig und anwesend und schöpferisch.
Hier treffen er und sie Entscheidungen, die sie dann in die Welt der
Dinge hineinbringen. Aus diesem Bereich kommen die Gedanken, die sich
dem Denken mitteilen.
Das
ist „was schon Goethe zu Eckermann sagte“: - - - - „Das Denken
kommt nicht vom Denken“.
Gut.
Und
deswegen haben gesunde Kinder keinen Respekt vor Erwachsenen,
denen sie nicht vertrauen.
Die Seele
des Kindes will aus ihrer Mitte heraus sein.
Den Willen
dieser Kinder mit Medikamenten zu brechen, um sie ruhig
zu stellen und anzupassen, ist ein Verbrechen, und zum anderen ein
großer Verlust für eine Gesellschaft. Denn ihr fehlen dann
schöpferische Menschen.
Für den Lehrer ist
in der Alexander-Technik "die Ebene der Begegnung" mit dem Schüler, der
Körper des Schülers und den Angewohnheiten, wie sie sich, aus
seelischen und körperlichen Bereichen kommend, am Körper zeigen.
Die Erneuerung und Erweiterung der körperlichen
Lebendigkeit und damit eines Zunehmens der Aufnahmefähikeit für bisher
unbekanntes, lebendiges Eigenes, bewirkt eine allumfassende,
ganzheitliche Erneuerung, so auch auf der Ebene der Gedanken, der
seelischen Erlebnisse und der Begegnungen mit anderen Menschen.
Es lohnt sich für diese Erneuerungen aufmerksam zu
werden.
Morgens, bevor man in den Tag geht, kann man sich
vornehmen, für diese Veränderungen aufmerksam zu werden. Man lernt zu
beobachten und sich bewußt zu machen, wenn eine sonst in bekannter
Weise ablaufende Handlung, dieses Mal anders verläuft, und ganz
neue und unerwartete Ereignisse stattfinden. Dies können ganz
verschiedene Dinge sein: man hastet nicht wie sonst zur
U-Bahn, oder man begegnet einem Menschen gelassen, wo sonst in der
Begegnung immer Spannungen vorherrschten. Der Tag wird mehr und mehr
zur eigenen Schöpfung und verliert seinen gewohnheitsmäßigen
Verlauf.
Das ist gut
Eine Zusammenfassung einiger Tage in Heidelberg.
Beim Gang durch
die Altstadt redeten wir über das Innere des Menschen und die
Arbeit mit der Alexander – Technik.
Wir gingen nach
einem gemeinsamen Essen im persischen Restaurant „Chajjam“ wieder
in die Schule zurück. Es war im Restaurant gewesen, wo uns Teile
eines Liebesgedichtes von Omar Chajjam, einem Sufi, von einem dort
Anwesenden übersetzt wurden.
Der
Inhalt - sehr einfach hier wiedergegeben:
Der
Mann spricht zur Geliebten: „Sei Du mein Mond“
Die
liebende Antwort ist: „Ja, warte bis ich aufgehe“.
Wir gingen also
zurück und redeten über die Art des Unterrichtens:
Der
Mensch hat ein Inneres.
Besser
gesagt: dieses Innere ist der eigentliche Mensch.
Es
gibt nicht nur Materie, und daraus den Verstand. Das Innere baut den
Körper und erhält ihn, trotz aller oft sehr großen
Widrigkeiten und Angewohnheiten, die dies verhindern oder
einschränken wollen.
Von
hier, aus dem Innen heraus, wirkt auch das, was Alexander die
Primärkontrolle genannt hat; eine Wirklichkeit und Steuerung des
Lebens, in der alle einzelnen Organe zu einem gut arbeitenden
Organismus zusammengeführt werden.
Nirgendwo
ist ein Zuviel, nirgends ein Zuwenig.
Natürlich
ist die Primärkontrolle auch die Beziehung Hals, Kopf und
Rücken.
Aber
sie ist mehr.
Sie
ist:
Vieldimensional
und auf vielen Ebenen in verschiedensten Formen und Gesetzen wirkend.
Immer kontrollierend, daß das Leben und dessen
unterschiedlichste Wirkungsarten stattfinden können. In welcher
Situation auch immer.
Das Innere äußert sich.
Das heißt, das Innere tritt in seiner Wirkung, im Außen, im Körper überall auf. Das eigentliche Innere ist nicht zu lokalisieren. Die ganze Arbeit kommt aus diesem Inneren hervor.
Beim
Reden während des Unterrichts,
haben
wir als Lehrer darauf zu achten, daß das Gesagte bei der Arbeit
auch wirklich
einen
Kontakt mit
ihm
und ihr, den Lernenden herstellt.
Entwerten
dessen,
was
keinen Wert hat,
was
aber bisher das ICH ausmacht.
Die Stille
Der Wille ist kein angestrengtes Wollen, sondern --- wer sich tatsächlich selbst will --- ein zulassen.
Die Beachtung
der Füße
Erinnerung:
Die
Fußsohlen
begegnen
beim Stehen
der
Erdanziehung.
Die
Füße sollten auf dem Boden
vollflächig
und bewußt stehen.
Was
ist bewußt? Was ist Bewußtsein in den Füßen?
Bewußtes Sein ist, daß Füße - und Nerven darin - lebendiges
Sein in sich haben und empfinden, und nicht umgekehrt, daß man das
Gehirn denken
läßt: "dort unten sind die Füße", und dann wird geglaubt, daß die Füße
belebt
wären. ( Das ist Aberglaube ). Mit diesem Gehirnwissen sind die Füße
tatsächlich nur schwach belebt,
sondern:
Man muß tatsächlich in seinen Füßen sein.
Dieses Bewußtsein, in den
Füßen, mit sich selbst in den
Füßen, ergibt bewußtes Stehen,
und unterstützt die
Aufwärtsrichtung des gesamten Körpers.
Dadurch, daß die
Füße
lang und breit gelassen werden,
werden die Muskeln der
Fußsohlen
aktiviert
und setzen die
Aufrichtungsbewegung,
das Wirken der
Extensormuskeln
in
Gang
Anderes
Der
Schamane, die Schamanin.
Bestimmte
Heiler und Heilerinnen
sagen
dies:
Ist
das Ich
nicht geeint,
existiert die
Trennung.
Dann gibt es
viele Ichs innerhalb
eines
Menschen.
Diese Trennung
schafft Lücken.
In
diese Lücken hinein
gelangen
Fremdenergien.
Sie
nennen sie Dämonen.
Sie werden zu
im Menschen
wohnenden
An-Gewohnheiten.
Sie
wohnen im Menschen,
und bestimmen
sein Leben
Sie bauen an
den vielen Ichs
und an der
Aufrechterhaltung der
Trennung,
da sie daraus
Nahrung und Existenz
für
sich ziehen.
Oft
verursachen diese Energien
lebensbedrohende Krankheiten.
Das Wirken dieser Heiler dient der
Wiedererlangung der Einheit und damit der seelischen und
körperlichen
Gesundung des Menschen.
Letztlich,
die Verbindung mit dem eigenen Göttlichen.
Aspekte der Weisheit des alten China.
Standhaftigkeit,
Gelassenheit,
innere
Ruh,
die
eigene Herzenswahrheit sein,
Stille.
Daraus:
die Verbindung mit sich in der Wirklichkeit.
Aus
ihr heraus mag der Mensch tätig werden.
Das Spirituelle der Alexander-Technik
Sie hilft dem Menschen, sich aus abhängigkeitsmachenden Angewohnheiten zu befreien, und mehr und mehr zu sich selbst zu kommen.
Das
Beispiel vom Luftballon
Wenn ich einen Luftballon aufblase, wird er größer und größer, und auf seiner gesamten Oberfläche ist „oben“, welches immer mehr in multi-dimensionaler Richtung wächst.
Oben im Körper des Menschen ist nicht nur linear von den Füßen zum Kopf, sondern in allen Richtungen und Körperteilen, Längung und Weitung. Expansion, Raum schaffend für alle Lebensvorgänge.
Aus einer engen Hütte wird eine angemessene Wohnung. Die Kunst der Architektur am Menschen.
Äquivalente.
Wir
finden im Körper für alle seelischen Verhaltensweisen
Äquivalente.
Die
Einheit zwischen Gedanken und Handeln, zwischen Ideen und tätiger
Umsetzung ins Außen.
Hartnäckigkeit
des Denkens und des Festhaltens an überholten Meinungen hat eine
Entsprechung im harten Nacken des Körpers.
Das
Zulassen von Würdelosigkeit, dem folgt oft
Rückenschädigung
(der Mensch krümmt sich).
usw.
Die
Alexander-Technik setzt am Körper an mit wissender Verbindung
zum Mentalen, also zu allem was der Mensch im Unsichtbaren ist, was
aber nicht in der materiellen Dichtigkeit des Körpers zu sehen
ist.
1 Der Körper
des Menschen
ist
wohlorganisiert.
Wir
können von einer
den Körper bauenden
und ihn erhaltenden
Weisheit
im Körper sprechen.
Wir
können
diese Weisheit
in uns wirken lassen.
Deswegen
sollten wir
dieser Weisheit
nicht
mit unseren
persönlichen Meinungen
und Vorstellungen von ihr
im Wege stehen
und sie hindern,
sondern lernen, sie willentlich zu
zulassen.
2
So einiges........und besonders dies bedrängt und
beschränkt in oft tragischer Weise
viele
Menschen in ihrem eigentlichen Reichtum...............
Einmal, der
intellektuelle Materialismus der Schulen und Wissenschaften unserer
heutigen Gesellschaften, für die Seele und Geist nicht
existieren, da das ( und zur Dominanz erzogene ) körperliche
Denkvermögen logischerweise sich in diese feineren Bereiche nicht
einfinden und hier nicht denken und erkennen kann. Und deshalb
außerhalb des
Körpers und der Materie nichts gefunden und bewiesen werden
kann. Der Verstand, und sei er noch so scharf, kann im Nichts ( ein
Wort für das, was nicht als Ding manifestiert ist ) nicht denken,
da es hier nichts vorfindet,
und wird alle inneren Vorgänge des Menschen, wie Empfindungen,
Emotionen, Gedanken, inneres Wissen, Spiritualität, reduzieren zu
etwas, was vom Gehirn erzeugt wird. Alles, was nicht physisch ist, wird
von dieser Wissenschaft zu etwas Physischem umgedacht und verdreht zu
im Gehirn erzeugten Ideen.
Und
damit kann auch nicht erkannt
werden, daß das
Gehirn auch über die großartige Eigenschaft verfügt,
eine Empfangsstation für seelische und geistige Impulse zu sein.
Das Leben entsteht aus dem Nichts.
Wissenschaftler, die nur das Physische als Realität anekennen und zulassen, und damit den Menschen auf den Körper reduzieren, lokalisieren im Gehirn einen Ort, der der Sitz von dem ist, was in der englischen Sprache mit „mind“ bezeichnet wird. Im Gehirn ist ihrer Meinung nach alles schon vorhanden, was der Mensch in seinem Leben tut, jemals tun kann oder könnte und werden wird. Wie gesagt: eine Reduzierung des Menschen aufs Physische.
Die Übersetzung des englischen Wortes „mind“ ins Deutsche ist nicht so einfach, denn es kann ( auch im Englischen ) vieles bedeuten. Mögliche Übersetzungen sind: Sinn, Gemüt, Herz, Seele, Verstand, Geist.
Zum anderen: Religionen,
die ihre ursprüngliche Aufgabe vergessen haben, nämlich dem
Menschen bei seiner spirituellen Entwicklung und Erkenntnis von sich
selber, zu helfen. Stattdessen blockieren sie den eigenen
Zugang des Menschen zu seiner eigenen Weisheit und
Wirklichkeit spirituellen Lebens, zu dem was „hinter den Dingen“
ist, und errichten lebensfremde Dogmen und Strafen bei Nichtbefolgung
ihrer Gesetze.
Viele,
die diese Religionen ablehnen,
lehnen durch diese Anmaßung
der
Religionen und dem Unglaubwürdigen ihres Inhaltes,
irrtümlicherweise
auch einen Bereich
grundsätzlich
ab,
der jenseits der Dinge ist,
und leben in einer
reinen Dingwelt, wo allein die
Materie
existiert.
3 In der
Alexander-Technik wird
gesagt,
daß „mind and body“
zusammen als
Einheit wirken.
Und wer jetzt an das
Denkvermögen
als „Erster Beantworter“ aller Fragen nach Leben und Sinn glaubt,
erklärt sich das so,
daß „mind“ das Gehirndenken
ist.
Fakt ist aber,
daß Nerven und Gehirn
Teile des Körpers
sind.
Wo
und was ist mind?
Wie übersetze ich mind?
Alexander sagte selber, daß
er
mit den Worten Physisch – Psychisch, Body – Mind nicht ganz
zufrieden war, aber ihm standen keine besseren Worte zur Verfügung.
Mind
ist das, was man darunter
selber
versteht.
Und so benutze ich es hier. Mind ist kein Gegenstand, sondern die
Möglichkeit nach Innen.
Das englische Wort „mind“
führt
in Bereiche des Inneren.
Und Innen sind zwar immer kleiner
werdende Dinge, sinnvoll und mit Funktionen begabt, aber irgendwann
führt Innen auch hinter die Dinge, hinter den Bereich der Materie, in
dem
der Mensch essentiell existiert, ins Nichts, aus dem alle Dinge
entstehen und ihre Energie und Impulse zum Sein erhalten.
Das Empfinden, daß es noch
etwas
anderes gibt als der Verstand zuläßt oder offenbaren kann,
ist sehr wesentlich
und sollte entwickelt werden. Dieses Empfinden ermöglicht
Schritte in die Wirklichkeit.
4 Gut.
.
In einer Schule in England hörte ich wie man dort manchmal mit Fragen umgeht. Wenn jemand eine Frage hat, dann stellen er und sie diese Frage nicht nach Außen, sondern stellen sie nach Innen. Wenn Innen keine Antwort kommt, stellt man sie weiterhin nicht nach Außen, behält sie Innen, bis sich Innen von selbst die Antwort ergibt.
Geschrieben : Andreas Kreymeier
Nicht
geschrieben,
an
allem mitwirkend: Karla Bodien
Berlin
und Zagora - Pilion 2008
Allen Helfenden, Danke für die Hilfe