Andreas Kreymeier



Alexander-Technik   in   Berlin   in der   Obentrautstr.25     Tel.: 030-25297893

  E-mail: akb@Andreas-Kreymeier.net



                                                                                                                       

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                                                   About thing

                                                          and

 no-thing 



Gedanken

und

Notizen

zur

   Alexander-Technik





"Warum Shakespeare" ?!


    "Wenn Du liebst, dann ist es nicht die Folge Deines Denkens oder des Verstandes, welche gedacht haben: „Jetzt will ich lieben“, oder eine im Körper tätige Chemie, die entscheidet, daß Du jetzt lieben sollst, und genügend Botenstoffe u.a. produziert, damit bei Dir Liebe aufkommt.“


    „ Was oder wer liebt da, und läßt alles im Körper reagieren, beeinflußend das gesamte neuronale Netzwerk im Körper, seine Chemie und dessen Reaktionen, alle physikalischen Vorgänge im Körper? Die gesamte Biologie ist erwacht für den Impuls der Liebe, so daß jede Zelle, der gesamte Mensch in dieser Liebe ist.“


    „Es gibt den inneren Menschen der liebt und dies an den Körper (den äußeren Menschen) weiterleitet. Beide - Innen und Außen -  sind Eins, aber auf verschiedenen Ebenen des Seins.“

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    Die spirituelle Schulung spricht vom Inneren, von Geist und Seele und dem Äußeren, dem Körper, wobei Gesetze der Vererbung und der Astrologie nicht unveränderbar ablaufende Bedingungen, sondern Möglichkeiten sind, mit denen das Leben auf unterschiedliche Weise und schöpferisch gestaltet werden kann.
Der Unterricht ist so ausgerichtet, daß der Mensch den Weg betreten kann, um für sich und seine Wirklichkeit wach zu werden.


    „Es gibt Wissenschaftler, die diesen inneren Menschen, sie nennen ihn den Beobachter, im Körper finden wollten. Sie haben sozusagen jede Zelle umgedreht, haben jedes Organ, jeden Ort des Körpers erforscht und fanden den Beobachter nicht. Sie stellen aber fest, daß der einzelne Mensch, jenseits der Dinge, jenseits des Atomaren, im subatomaren Bereich, im „Nichts“, jenseits der Dichte der Materie existiert, und die Welt der Dinge beeinflußt.


    Dieser innere Mensch trifft bewußt oder unbewußt Entscheidungen, und setzt Impulse, die dann im Körper zu Denken oder zu einer Tätigkeit umgesetzt werden.


    Die Alexander-Technik arbeitet auf dieser Basis, daß der mentale Bereich - die innere Tätigkeit - des Menschen, den Körper ständig beeinflußt, formgebend seine Möglichkeiten beengend oder erweiternd. Und umgekehrt, daß die körperliche Situation mitbestimmend ist für die Wachheit zur Aufnahme des „nicht-körperlichen" des Menschen.


    Alexander sagte, daß das, was die Menschen Denken nennen, sehr oft nur der Zustand ihrer Muskeltätigkeit ist, der sich auf das Gehirn überträgt und dort Impulse auslöst. Man denkt, daß dies Denken sei.


    In diesem Hin und Her der gegenseitigen Beeinflußung des Menschen durch sich selbst und seiner eigenen verschiedenen Seinsebenen, tritt die Alexander- Technik mit ihrer Arbeitsweise an den Körper des Menschen heran.
Diese Arbeit ist ein Unterricht, um in Verbindung mit sich selbst zu gelangen. Dieser Unterricht ist heilsam. Er heilt. Es geht um Gesundheit, Körperdynamik, Wachheit, Hervorholen seiner ursprünglichen Talente, Schönheit des Lebens im weitesten Sinne, Bewußtsein in sich für sich.
Der Körper kann feiner werden, um Gedanken, Entscheidungen und Impulse aufzunehmen, die dann im Äußeren umgesetzt werden.


    Der Intellekt des Menschen kann sich nicht in einer tieferen Erkenntnismöglichkeit bewegen, als es das Denkvermögen zuläßt. Somit denkt der Intellektuelle natürlich, daß das Leben, gleich seinem Denken, aus chemischen Reaktionen und anderen lebendigen Reaktionen der Materie, nur auf der materiellen Ebene besteht.


    Aber, dies beantwortet nicht die Frage, was die chemische Reaktion in Gang bringt.


    Oder: wer oder was brachte den Schauspieler F.M. Alexander dazu, sich selbst von Heiserkeit zu befreien und sich vor Spiegeln zu beobachten und zu korrigieren und daraus einen Unterricht zu gestalten, den er „Alexander-Technik“ nannte ?!


    Oder: Warum hat Alexander sich für Shakespeare entschieden ?!


    Oder: Warum lieben sich Romeo und Julia ?!


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    Die Angewohnheiten
eines Menschen werden von diesem im alltäglichen Gebrauch nicht als etwas Extra empfunden. Der Mensch empfindet sie als sein Ich.


    Ein in nur angewohnter Weise stattfindendes Denken oder Empfinden, kann dem Menschen ein Ich erschaffen, welches mit dem eigentlichen Selbst kaum etwas bzw. gar nichts zu tun hat.


    Die Angewohnheiten können den bewußten Beobachter, der man ist, weitgehend oder völlig außer Kraft setzen. Die Angewohnheiten sind es, die dann beobachten, und diese sind nicht bewußt und kreativ. Sie beinhalten auf alle Fragen die schon vorhandenen Antworten, und umgekehrt lassen sie nur bestimmte Fragen zu. Genauso verhält sich auch der Körper. Auch er bewegt sich in einem fest zur Verfügung stehendem Bewegungsrahmen ... und daß dieser ein Mißbrauch sein kann und lange praktiziert zu schweren Krankheiten führen kann, dies, werden die Angewohnheiten einem nicht mitteilen. Sich selbst „auf die Schliche kommen“ ist nicht so einfach.


    Der Beobachter ist nichts steifes, sondern das lebendige und bewegliche Selbst.


    In dem Schauspiel „Peer Gynt“ fragt Peer Gynt den „Anderen“: „Wie werde ich, ich selber“? Die Antwort ist: „Indem Du Dir an den Kragen gehst“?


    Eine Angewohnheit kommt aus der Vergangenheit, und zu lernen ist, sie erkennen zu können, damit entschieden werden kann, ob sie noch gebraucht wird.


    Jede Form der Abhängigkeit zwängt die dazu gehörende Person in die entsprechenden Muster, und der Organismus wird für den kreativen Prozess der Erneuerung, der Gesundheit und des Wachsens immer untätiger.


    Das Leben ist spirituell. Der Körper ist der Bereich, der dem Menschen zeitlich begrenzt zur Verfügung steht. Das Denken ist eines der Körperfunktionen.


    Die Alexander-Technik ist ein wesentlicher Unterricht auf dem Weg zum Selbst.


    Es ist die Erlangung von „Neuland“, welches im Verborgenen vorhanden ist, aber nicht zur Verfügung steht, da der Zugang hierfür durch Mancherlei verschüttet wurde und wird.


    Die Körperzelle, die in nur gewohnter Art lebendig ist, wird immer mehr und mehr Arbeit an der Erhaltung der Angewohnheit leisten, und immer weniger damit beschäftigt sein können neues Leben für neue Aufgaben zu schaffen (in Form von Aminosäuren, Vitaminen, Proteinen u.a.). Eine solche, mit dem Erhalt der Angewohnheiten dauernd beschäftigte Zelle, ist auch kaum fähig frische lebendige Nahrung aufzunehmen. Die einzelne Zelle, der Zellenverband, das Organ, der gesamte Organismus, besitzt immer weniger Rezeptoren , um Lebenswichtiges aufzunehmen. (Nahrung in Form von Essen und Gedanken). Deswegen wird gesagt, daß viele zivilisierte Menschen im Alter von ungefähr 40 Jahren fertig sind. Sie funktionieren wohl, eingefügt ins System mit einer festen Meinung, mit Bildung, Programmen und Angewohnheiten, und wenn er und sie (der Mensch) nicht spirituell ausgerichtet sind, bleibt alles auch so.


    Astrologisch gesehen steht nach ca. 42 Jahren der aktuelle Tagesstand von Uranus im Horoskop des Betreffenden in der Opposition zum Geburtsstand des Uranus und fragt nach der erlangten eigenen Souveränität. Wenn der betreffende Mensch nichts an wirklicher Souveränität im Leben erworben hat, dann kann diese Konstellation mit ihrer speziellen Dynamik bei vielen Vierzigjährigen für die sogenannte „Midlife - Krise“ sorgen.




    Der Zugewinn an Kraft durch Inhibieren.


    Mit dem Inhibieren haben wir ein gutes Werkzeug in der Hand, die Identifikation mit Außen zu beenden oder einzuschränken, und dahin zu kommen der lebendige Beobachter unseres Lebens zu werden, und von dieser Position aus Entscheidungen zu treffen.


    Inhibieren: Auf ein äußeres Ereignis nicht reagieren, aber auch keine Gegenhaltung einnehmen. In sich gehen und hier und jetzt präsent sein. Das Äußere bleibt draußen.
Wie bei der Arbeit mit der Pianistin, die vor dem Klavier sitzt und folgende Aufgabe bekam:
weder in die Tasten greifen, aber auch nicht daran denken, sie nicht zu greifen, sondern vor dem Klavier sitzend, erstmal ganz einfach nur zu sein und zu sitzen, dann: sich Richtung geben und gelassen (nicht entspannt) bleiben: Hals frei, Kopf nach vorne und oben. Von den Füßen an - nach oben - aufbauend - sich zulassen. Sich nicht von der Anwesenheit des Klaviers bestimmen lassen.
Die Ergebnisse dieser Entscheidungen haben nicht den Charakter von Angewohnheiten, sie sind tatsächlich neu. Wir können darauf achten und sie erkennen.


    Dies ist manchmal auch notwenig: die Alexander-Technik "vergessen", sie draußen lassen.
Und Stille in sich zulassen.
Hieraus kann man sich der Alexander-Technik wieder gut zuwenden.


    Für viele Menschen ist das Äußere das einzig reale, und darauf zu reagieren die einzige tag-tägliche Lebensweise, so daß sie nicht dahin gelangen, sich Innen als anwesend zu erleben. Von Innen her gelangst Du mehr und mehr zu der Erkenntnis einer Einheit der individuellen Menschen miteinander. Als Reagierender aufs Äußere wirst Du in den Welten des Getrenntseins leben, und die Trennung des Ich vom Du weiter vorantreiben. Egal wo der Einzelne sich aufhält, ob Innen als lebendiger Beobachter, oder als nur aufs Äußere Reagierender, der Mensch ist immer schöpferisch und wird das Getrenntsein voranbringen (der Traum) oder die Einheit der Menschen (die Wirklichkeit).


    Das Wort in meiner Sprache für diese Einheit, letztlich für die Einheit von Mann und Frau ist Gott.




    Nicht wurde gesagt:

    Liebe Deinen Nächsten wie Dich selber, weil das eine tolle Sache ist und du dafür in den Himmel kommst und belohnt wirst, sondern
weil das unsere ur-eigenste Fähigkeit ist,
und unsere Wirklichkeit.
Der Andere ist ein Teil und ein Aspekt des einen und selben Lebens, von dem auch ich Teil bin.



    Warum mit der Alexander - Technik arbeiten?

Natürlich geht es auch um Gesundung und Gesunderhaltung, um Befreiung von Schmerzen, um einen guten Gebrauch von sich.
    Aber, ich spreche hier auch etwas anderes an:
    Es geht um etwas sehr einfaches, sehr selbstverständliches: Um die Verbindung mit sich selbst......"Was ist, wenn Du, Du bist"?
Mit der Arbeit können  Angewohnheiten beendet werden, die dies verhindern.
Anders gesagt: Wir sollten aufhören weniger zu sein als wir sind, und aufhören unter unseren Möglichkeiten zu leben und zur Normalität unseres Seins gelangen, heraus aus der Unnormalität der Beschränkungen, die oft als gesellschaftliche Realität, an der man nichts ändern kann, bezeichnet werden.
    Wie gesagt, der Mensch ist immer schöpferisch, bewußt oder unbewußt. Auch die Gedanken der Beschränkung und des Streß sind schöpferisch und schaffen immerzu eine den Menschen und die Gesellschaft beschränkende Welt, in der die Tage vom Streß erfüllt sind.



    Emotionen, kannst Du sie sehen?

Kannst Du Energien, Gedanken sehen?

Kannst Du die Liebe sehen?

Kannst Du Güte sehen?

Kannst Du die Primärkontrolle, ein Begriff aus der Alexander-Technik, sehen?

Kannst Du Heilkräfte sehen?

    All dies sind lebensentscheidende und wesentliche Vorgänge, empfindbar, aber nicht materiell.

    Zu sehen sind nur ihre Folgen, nämlich durch die Vermittlung an den Stoff, an den Körper, ans Gehirn, wo aufgrund der unsichtbaren Impulse Reaktionen stattfinden und chemische, physische und biologische Prozesse beginnen. Der lebendige Mensch beginnt mit einer Handlung oder einer Entscheidung früher als seine Körperreaktion und sein Gehirn und sein Denken dies anzeigen.
    Die Situation des Körpers bestimmt, was in den Körper als Gedanke einfließen kann.
    Der wache Geist ist immer anwesend und hier. In uns, und nicht irgendwie „da oben über uns schwebend“. Und unentwegt - - bewußt oder unbewußt, erkannt oder abgelehnt - - ist der lebendige innere Mensch, Geist und Seele, die Grundlage dafür, daß der Körper lebensfähig ist.
    Ohne die körperliche Fähigkeit der Verbindung zum unsichtbaren Inneren sinkt der Körper leblos und kraftlos der Schwerkraft folgend in sich zusammen und ist gestorben.


    Innen gesprochene Worte oder Gedanken, beispielsweise der Satz: „Ich lasse meinen Hals frei“, lassen das Gehirn in ganz bestimmten Bereichen „feuern“. Nerven und Nervenbahnen werden aktiviert und geben damit diese Information an bestimmte Muskeln weiter, und diese leiten weiter an das Skelett -- in diesem Fall an den Hals.

    Wann aber der Impuls „Ich lasse meinen Hals frei“ tatsächlich den Hals erreicht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es hängt davon ab, wie fähig die vorhandenen Nervenbahnen im Körper sind, um den neuen, ungewohnten Impuls weiterzuleiten. Die Schaffung neuer Wege im Nervensystem braucht Zeit. Mal dauert es länger, mal geht es schneller.

    Der Körper ist ein gut funktionierender Organismus, der eine Übertragung aus den sehr feinen Bereichen der Gedanken in die relativ grobstofflichen Bereiche des Körpers ermöglicht. Der gesamte Körper dient als „Empfangsstation“.




Vielleicht
ist
jetzt
Zeit
Tee
zu
trinken




    Deswegen
  tun sich manche Menschen bei der Erfüllung gesellschaftlicher Normen so oft schwer.
    Sie leben - - - bewußt oder unbewußt - - - von Innen her. Die Wissenschaft kennt diesen inneren Bereich, der „hinter“ den Dingen ist, und benennt ihn mit dem Wort Quantefeld. Wache und schöpferische Menschen haben eine Verbindung zu diesem Quantenfeld, manche haben „ein Gefühl dafür“..... und sie lassen es sich nicht nehmen diesen Bereich in ihr Leben als wesentlich mit einzubeziehen und selber zu entscheiden oder Entscheidungen nur anzunehmen von anderen, denen sie vertrauen. Ihnen ist das Empfinden oder Wissen um ihre Wirklichkeit kostbar, und sie stehen dazu.
Danke.
Ohne diese Menschen gäbe es keine Musik von Mozart, von Bach und Beethoven, keine Beatles, keine schöpferischen Künstler, und keine Entdeckung wie sie Alexander gemacht hat.




    Was ist das ganze mit dem Quantenfeld, der Quantenphysik?

    Es ist der subatomare Bereich. Der Bereich wo es nicht noch mehr Dinge gibt, sondern Energien, die sich zu Ideen, zu Gedanken formen lassen. Auch hier ist der Mensch lebendig und anwesend und schöpferisch. Hier treffen er und sie Entscheidungen, die sie dann in die Welt der Dinge hineinbringen. Aus diesem Bereich kommen die Gedanken, die sich dem Denken mitteilen.
Das ist „was schon Goethe zu Eckermann sagte“: - - - - „Das Denken kommt nicht vom Denken“.
Gut.
    Und deswegen haben gesunde Kinder keinen Respekt vor Erwachsenen, denen sie nicht vertrauen.
Die Seele des Kindes will aus ihrer Mitte heraus sein.
Den Willen dieser Kinder mit Medikamenten zu brechen, um sie ruhig zu stellen und anzupassen, ist ein Verbrechen, und zum anderen ein großer Verlust für eine Gesellschaft. Denn ihr fehlen dann schöpferische Menschen.



    Für den Lehrer ist in der Alexander-Technik "die Ebene der Begegnung" mit dem Schüler, der Körper des Schülers und den Angewohnheiten, wie sie sich, aus seelischen und körperlichen Bereichen kommend, am Körper zeigen.
    Die Erneuerung und Erweiterung der körperlichen Lebendigkeit und damit eines Zunehmens der Aufnahmefähikeit für bisher unbekanntes, lebendiges Eigenes, bewirkt eine allumfassende, ganzheitliche Erneuerung, so auch auf der Ebene der Gedanken, der seelischen Erlebnisse und der Begegnungen mit anderen Menschen.
    Es lohnt sich für diese Erneuerungen aufmerksam zu werden.
    Morgens, bevor man in den Tag geht, kann man sich vornehmen, für diese Veränderungen aufmerksam zu werden. Man lernt zu beobachten und sich bewußt zu machen, wenn eine sonst in bekannter Weise  ablaufende Handlung, dieses Mal anders verläuft, und ganz neue und unerwartete Ereignisse stattfinden. Dies können ganz verschiedene Dinge sein: man hastet nicht wie sonst zur
U-Bahn, oder man begegnet einem Menschen gelassen, wo sonst in der Begegnung immer Spannungen vorherrschten. Der Tag wird mehr und mehr zur eigenen Schöpfung und verliert seinen  gewohnheitsmäßigen Verlauf.
    Das ist gut


 


    Eine Zusammenfassung einiger Tage in Heidelberg.

    Beim Gang durch die Altstadt redeten wir über das Innere des Menschen und die Arbeit mit der Alexander – Technik.
Wir gingen nach einem gemeinsamen Essen im persischen Restaurant „Chajjam“ wieder in die Schule zurück. Es war im Restaurant gewesen, wo uns Teile eines Liebesgedichtes von Omar Chajjam, einem Sufi, von einem dort Anwesenden übersetzt wurden.
Der Inhalt - sehr einfach hier wiedergegeben:
Der Mann spricht zur Geliebten: „Sei Du mein Mond“
Die liebende Antwort ist: „Ja, warte bis ich aufgehe“.

    Wir gingen also zurück und redeten über die Art des Unterrichtens:
Der Mensch hat ein Inneres.
Besser gesagt: dieses Innere ist der eigentliche Mensch.
Es gibt nicht nur Materie, und daraus den Verstand. Das Innere baut den Körper und erhält ihn, trotz aller oft sehr großen Widrigkeiten und Angewohnheiten, die dies verhindern oder einschränken wollen.
Von hier, aus dem Innen heraus, wirkt auch das, was Alexander die Primärkontrolle genannt hat; eine Wirklichkeit und Steuerung des Lebens, in der alle einzelnen Organe zu einem gut arbeitenden Organismus zusammengeführt werden.
Nirgendwo ist ein Zuviel, nirgends ein Zuwenig.
Natürlich ist die Primärkontrolle auch die Beziehung Hals, Kopf und Rücken.
Aber sie ist mehr.
    Sie ist:
Vieldimensional und auf vielen Ebenen in verschiedensten Formen und Gesetzen wirkend. Immer kontrollierend, daß das Leben und dessen unterschiedlichste Wirkungsarten stattfinden können. In welcher Situation auch immer.

    Das Innere äußert sich.

    Das heißt, das Innere tritt in seiner Wirkung, im Außen, im Körper überall auf. Das eigentliche Innere ist nicht zu lokalisieren. Die ganze Arbeit kommt aus diesem Inneren hervor.




    Beim Reden
während des Unterrichts,
haben wir als Lehrer darauf zu achten, daß das Gesagte bei der Arbeit auch wirklich
einen Kontakt mit
ihm und ihr, den Lernenden herstellt. 



    Entwerten dessen,
was keinen Wert hat,
was aber bisher das ICH ausmacht.




    Die Stille



    Der Wille ist kein angestrengtes Wollen, sondern --- wer sich tatsächlich selbst will --- ein zulassen.



    Die Beachtung der Füße

Erinnerung:
Die Fußsohlen
begegnen beim Stehen
der Erdanziehung.
Die Füße sollten auf dem Boden
vollflächig und bewußt stehen.
Was ist bewußt? Was ist Bewußtsein in den Füßen?
Bewußtes Sein ist, daß Füße - und Nerven darin - lebendiges Sein in sich haben und empfinden, und nicht umgekehrt, daß man das Gehirn denken läßt: "dort unten sind die Füße", und dann wird geglaubt, daß die Füße belebt wären. ( Das ist Aberglaube ). Mit diesem Gehirnwissen sind die Füße tatsächlich nur schwach belebt,
sondern:
Man muß tatsächlich in seinen Füßen sein.

Dieses Bewußtsein, in den Füßen, mit sich selbst in den Füßen, ergibt bewußtes Stehen,
und unterstützt die Aufwärtsrichtung des gesamten Körpers.
Dadurch, daß die Füße lang und breit gelassen werden,
werden die Muskeln der Fußsohlen
aktiviert
und setzen die Aufrichtungsbewegung,
das Wirken der Extensormuskeln
in Gang



Anderes

Der Schamane, die Schamanin.
Bestimmte Heiler und Heilerinnen sagen dies:
Ist das Ich
nicht geeint,
existiert die Trennung.
Dann gibt es viele Ichs innerhalb eines Menschen.
Diese Trennung schafft Lücken.
In diese Lücken hinein
gelangen
Fremdenergien.
Sie nennen sie Dämonen.
Sie werden zu im Menschen
wohnenden
An-Gewohnheiten.                                                  
Sie wohnen im Menschen,
und bestimmen sein Leben
Sie bauen an den vielen Ichs
und an der Aufrechterhaltung der Trennung,
da sie daraus Nahrung und Existenz für sich ziehen.
Oft verursachen diese Energien
lebensbedrohende Krankheiten.
Das Wirken dieser Heiler dient der Wiedererlangung der Einheit und damit der seelischen und körperlichen Gesundung des Menschen.
Letztlich, die Verbindung mit dem eigenen Göttlichen.



                         Aspekte der Weisheit des alten China.

                         Standhaftigkeit,
                         Gelassenheit,
                          innere Ruh,
                         die eigene Herzenswahrheit sein,
                         Stille.
                         Daraus: die Verbindung mit sich in der Wirklichkeit.
                         Aus ihr heraus mag der Mensch tätig werden.



    Das Spirituelle der Alexander-Technik

Sie hilft dem Menschen, sich aus abhängigkeitsmachenden Angewohnheiten zu befreien, und mehr und mehr zu sich selbst zu kommen.




    Das Beispiel vom Luftballon

Wenn ich einen Luftballon aufblase, wird er größer und größer, und auf seiner gesamten Oberfläche ist „oben“, welches immer mehr in multi-dimensionaler Richtung wächst.

Oben im Körper des Menschen ist nicht nur linear von den Füßen zum Kopf, sondern in allen Richtungen und Körperteilen, Längung und Weitung. Expansion, Raum schaffend für alle Lebensvorgänge.

Aus einer engen Hütte wird eine angemessene Wohnung. Die Kunst der Architektur am Menschen.




    Äquivalente.
    Wir finden im Körper für alle seelischen Verhaltensweisen Äquivalente.
Die Einheit zwischen Gedanken und Handeln, zwischen Ideen und tätiger Umsetzung ins Außen.
Hartnäckigkeit des Denkens und des Festhaltens an überholten Meinungen hat eine Entsprechung im harten Nacken des Körpers.
Das Zulassen von Würdelosigkeit, dem folgt oft Rückenschädigung (der Mensch krümmt sich).
usw.
Die Alexander-Technik setzt am Körper an mit wissender Verbindung zum Mentalen, also zu allem was der Mensch im Unsichtbaren ist, was aber nicht in der materiellen Dichtigkeit des Körpers zu sehen ist.





       1      Der Körper des Menschen

ist
       wohlorganisiert.

Wir können von einer
       den Körper bauenden
       und ihn erhaltenden
       Weisheit
       im Körper sprechen.

Wir können
diese Weisheit
in uns wirken lassen.

Deswegen sollten wir
       dieser Weisheit
       nicht
       mit unseren
       persönlichen Meinungen und Vorstellungen von ihr
       im Wege stehen
       und sie hindern,
sondern lernen, sie willentlich zu zulassen.


        2      So einiges........und besonders dies bedrängt und beschränkt in oft tragischer Weise
viele Menschen in ihrem eigentlichen Reichtum...............


       Einmal, der intellektuelle Materialismus der Schulen und Wissenschaften unserer heutigen Gesellschaften, für die Seele und Geist nicht existieren, da das ( und zur Dominanz erzogene ) körperliche Denkvermögen logischerweise sich in diese feineren Bereiche nicht einfinden und hier nicht denken und erkennen kann. Und deshalb außerhalb des Körpers und der Materie nichts gefunden und bewiesen werden kann. Der Verstand, und sei er noch so scharf, kann im Nichts ( ein Wort für das, was nicht als Ding manifestiert ist ) nicht denken, da es hier nichts vorfindet, und wird alle inneren Vorgänge des Menschen, wie Empfindungen, Emotionen, Gedanken, inneres Wissen, Spiritualität, reduzieren zu etwas, was vom Gehirn erzeugt wird. Alles, was nicht physisch ist, wird von dieser Wissenschaft zu etwas Physischem umgedacht und verdreht zu im Gehirn erzeugten Ideen. 

    Und damit kann auch nicht erkannt werden, daß das Gehirn auch über die großartige Eigenschaft verfügt, eine Empfangsstation für seelische und geistige Impulse zu sein. Das Leben entsteht aus dem Nichts.

    Wissenschaftler, die nur das Physische als Realität anekennen und zulassen, und damit den Menschen auf den Körper reduzieren, lokalisieren im Gehirn einen Ort, der der Sitz von dem ist, was in der englischen Sprache mit „mind“ bezeichnet wird. Im Gehirn ist ihrer Meinung nach alles schon vorhanden, was der Mensch in seinem Leben tut, jemals tun kann oder könnte und werden wird. Wie gesagt: eine Reduzierung des Menschen aufs Physische.

    Die Übersetzung des englischen Wortes „mind“ ins Deutsche ist nicht so einfach, denn es kann ( auch im Englischen ) vieles bedeuten. Mögliche Übersetzungen sind: Sinn, Gemüt, Herz, Seele, Verstand, Geist.


       Zum anderen: Religionen, die ihre ursprüngliche Aufgabe vergessen haben, nämlich dem Menschen bei seiner spirituellen Entwicklung und Erkenntnis von sich selber, zu helfen. Stattdessen blockieren sie den eigenen Zugang des Menschen zu seiner eigenen Weisheit und Wirklichkeit spirituellen Lebens, zu dem was „hinter den Dingen“ ist, und errichten lebensfremde Dogmen und Strafen bei Nichtbefolgung ihrer Gesetze.

    Viele, die diese Religionen ablehnen,
lehnen durch diese Anmaßung der Religionen und dem Unglaubwürdigen ihres Inhaltes,
irrtümlicherweise
auch einen Bereich grundsätzlich ab,
der jenseits der Dinge ist,
und leben in einer
reinen Dingwelt, wo allein die Materie existiert.


         3       In der Alexander-Technik wird gesagt,
daß „mind and body“
        zusammen als Einheit wirken.
Und wer jetzt an das Denkvermögen als „Erster Beantworter“ aller Fragen nach Leben und Sinn glaubt, erklärt sich das so,
daß „mind“ das Gehirndenken ist.

        Fakt ist aber, daß Nerven und Gehirn
        Teile des Körpers sind.


Wo und was ist mind?
Wie übersetze ich mind?
Alexander sagte selber, daß er mit den Worten Physisch – Psychisch, Body – Mind nicht ganz zufrieden war, aber ihm standen keine besseren Worte zur Verfügung.

Mind ist das, was man darunter selber versteht.
Und so benutze ich es hier. Mind ist kein Gegenstand, sondern die Möglichkeit nach Innen.
Das englische Wort „mind“ führt in Bereiche des Inneren.
Und Innen sind zwar immer kleiner werdende Dinge, sinnvoll und mit Funktionen begabt, aber irgendwann führt Innen auch hinter die Dinge, hinter den Bereich der Materie, in dem der Mensch essentiell existiert, ins Nichts, aus dem alle Dinge entstehen und ihre Energie und Impulse zum Sein erhalten.
Das Empfinden, daß es noch etwas anderes gibt als der Verstand zuläßt oder offenbaren kann, ist sehr wesentlich und sollte entwickelt werden. Dieses Empfinden ermöglicht Schritte in die Wirklichkeit.


        4      Gut.

.

    In einer Schule in England hörte ich wie man dort manchmal mit Fragen umgeht. Wenn jemand eine Frage hat, dann stellen er und sie diese Frage nicht nach Außen, sondern stellen sie nach Innen. Wenn Innen keine Antwort kommt, stellt man sie weiterhin nicht nach Außen, behält sie Innen, bis sich Innen von selbst die Antwort ergibt.




Geschrieben :  Andreas Kreymeier          

Nicht geschrieben,
an allem mitwirkend: Karla Bodien                        

Berlin und Zagora - Pilion  2008          
                                                                                                       
Allen Helfenden, Danke für die Hilfe